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Hier finden Sie alle verkosteten Abfüllungen von Penderyn 



Penderyn Celt, 41% alc. Originalabfüllung. Ausbau: Madeirafässer, Finish in "peated barrels", also vermutlich Fässer, die vorher getorften Whisky enthielten.

Nase: Sehr viel Zitrone und Grapefruit, etwas unreife Melone, Mango und Papaya. Dazu kommt eine Mischung aus Desinfektionsmitteln, leichtem Torfrauch und Jod, verbranntes Stockbrot und bitteres Karamell. 

Gaumen: Süß, sauer und torfig/würzig, interessante Mischung und trotz des leichten Rauches sehr spritzig. Die Aromen der Nase finden sich wieder, dazu kommen etwas Banane und Olive.

Abgang: Lang, hat was metallisches an sich. Kantig, leicht alkoholisch. Dazu kommen eine leicht bittere Frucht und Alkohol.

Fazit: Ein klares Beispiel von "jung + kreatives Finish", allerdings leider kein besonders herausragendes. 78/100 Punkte (2016). Ich danke dem Importeur für die Probe.


Penderyn Legend, 41% alc. Originalabfüllung. Ausbau: Bourbonfässer, Finish in Madeira-Weinfässern

Nase: Zitrusfrüchte, grüne Äpfel, unreife Birnen und etwas Stachelbeere. Dazu mildes Karamell und ein Hauch von Melisse.

Gaumen: Trocken und unerwartet nussig, etwas Erdnuss, Gräser und Limettensaft. Das Karamell der Nase wirkt bitter, dazu kommt ein Anklang von Sultaninen. 

Abgang: Mittellang, robust und bitter, die Limetten kommen wieder.

Fazit: Der Alkohol ist trotz der geringen Abfüllstärke noch präsent, für einen Standard ohne Altersangabe jedoch gut genießbar. 81/100 Punkte (2016) Ich danke dem Importeur für die Probe.


Penderyn Myth, 41% alc. Originalabfüllung. Ausbau: Bourbonfässer

Nase: Jung, frisch und fruchtig. Trotz des niedrigen Alkoholgehaltes ist der Alkohol deutlich spürbar, zudem mit einer metallischen Kante. Weintrauben, Apfelkuchen und Zitrusfrüchte, auch der Duft nach frisch aufgeschnittenen Mangos kommt auf. Ein Korb voller reifer Früchte. 

Gaumen: Auch hier frisch und jung, sehr fruchtig. Die Zitrusfrüchte sind wieder da, dazu gesellen sich bitteres Karamell, Melisse und entfernt Minze. Neben den Früchten der Nase blitzt ganz kurz eine zarte Spur Honig durch. 

Abgang: Kurz bis mittellang, sehr süffig. Zurück bleibt der Geschmack von Grapefruits, Stachelbeeren und Zitronengras. 

Fazit: Gute Ansätze, herrlich fruchtig. Ein paar zusätzliche Jahre im Fass würden ihm sehr gut tun. 79/100 Punkte (2015) Ich danke dem Vertrieb für die Probe!



Penderyn Red Flag, 41% alc. Originalabfüllung. Ausbau: Bourbonfässer, anschließendes Finish in Madeira-Fässern 

Besonderheit: Das Label trägt die rote Fahne und soll an den sozialistischen Arbeiteraufstand von 1831 in Wales erinnern.

Nase: Im Antritt jung und frisch, Limettenschale, Zitronensaft und Orangen, säuerliche Äpfel. Dazu mischt sich eine ganz zartes Aroma von Holzrauch. Es folgen Karamell, Honig, Butterkekse und Apfelsinen. Der Madeira erzeugt fruchtige Obertöne, ganz im Hintergrund hält sich etwas Hopfen. 

Gaumen: Sehr cremig und einfach. Die jugendliche Frische behält der Single Malt bei. Dazu überreife Orangen, getrocknete Aprikosen und Sultaninen. Dazu grasige Aromen, etwas Malz und im Hintergrund ein paar leichte Kräuter 

Abgang: Mittellang bis lang. Wieder mit den Früchten des Gaumens, eingebacken in Kuchen. Das Malz bleibt mit einer kühlenden Mentholnote länger auf dem Gaumen zurück. 

Fazit: Dem Whisky merkt man einerseits die Jugend noch klar an, andererseits sorgt das Finish hier schon für eine etwas tiefere Fruchtigkeit. Auch im Sommer ein schöner dram. 82/100 Punkte (2015). Ich danke dem Vertrieb für die Probe!

 
 
 
 
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