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Hier finden Sie alle verkosteten Abfüllungen von Cragellachie

Craigellachie 1997-2014, ca. 16 Jahre, 46% alc. Abfüller: Gordon & MacPhail. Ausbau: Bourbonfässer

Nase: Kiwi, reife Kiwi. Dahinter ein Hauch Wassermelone, etwas Mango und Kokosnuss. Zwischen diesen angenehmen Fruchttönen blitzt immer mal wieder ein Hauch Gerstenmalz sowie etwas Milchschokolade hindurch. 

Gaumen: Kräftig, leicht scharf, Peperoni und Chili, einiges an sehr dunkler Schokolade, Kakaobutter und kubanische Zigarren. Dazwischen finden sich Kiwi und Erdbeeren, die Fruchtaromen haben aber kaum eine Chance.

Abgang: Lang, kräftig, würzig. Mit Eichenholz, Muskat und Kaffeebohnen.

Fazit: Was ist denn das? Die Nase passt ja mal so gar nicht zum Rest - spannender Whisky, wenn auch irritierend. 

83/100 Punkte (2016) Ich danke Gordon & MacPhail für Probe und Foto!


Craigellachie 1999, 15 Jahre, 48% alc. Abfüller: Distiller's Art (Langside Distillers). Ausbau: Sherryfass

Nase: Wirkt zuerst trocken und malzig, mit etwas Zeit an der Luft kommen die Sherryaromen stärker hervor. Kunstleder, Moos, milde Beeren und eine Spur Zimt, danach trockener Rauch und feuchter Tabak. Etwas ungewöhnlich aber spannend, im Geruch ein eher leichter Single Malt. 

Gaumen: Bestätigt ein wenig die Nase: mild und fruchtig, mit Pfirsichen und Aprikose, dahinter wieder etwas feuchtes Gras, vielleicht sogar muffiges Heu. Es folgen Holzrauch, Paranüsse und Sultaninen. Die Eiche zeigt sich leicht pfeffrig und minimal bitter. 

Abgang: Mittellang bis lang, mit Eichenholz, Gewürzen und dunklen Früchten, zudem Karamell und Malz. 

Fazit: Die Nase ist wirklich speziell, Gaumen und Abgang dahingegen einfacher.  85/100 Punkte (2015) Ich danke dem Importeur prowhisky für Probe und Foto!


Craigellachie 2006-2014, 8 Jahre, 46% alc.  Abfüller: Kierzek. Ausbau: Fass No. 900641

Nase: Erst fruchtig und voll, fleischig zäh, mit einem würzigen Einschlag. Fleischige Aprikosen, Cerealien und Malz. Etwas Zitusfrucht und Kräutertee. Für seine Jugend schon komplex. 

Gaumen: Süß und leicht fruchtig, Orangenzesten und danach folgen Ingwer und kräftigere Kräuternoten, ein Hauch Malz und milde Gewürze. 

Abgang: Etwas alkoholisch, prickelnde Würze und Frucht. Grapefruit, leichten Eichenholzaromen, Kräutern und Ingwer.

Fazit: Jung und komplex, seltenere Kräuternoten, welche nur schwer zu differenzieren sind. 84/100 (2015). Ich danke Ursula Kierzek für die Probe und das Foto der Label


 
 
 
 
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