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Hier finden Sie alle verkosteten Säntis Malt (Brauerei Locher)


Säntis Malt Edition Dreifaltigkeit, 52% alc. Originalabfüllung. Ausbau: Bierfässer (Eichenholz)

Nase: Ui, sehr speziell. Ein wahnsinnig tiefes Räucheraroma, extrem viel Buchenholzrauch, geräucherter Aal. Es braucht Zeit um die Aromen dahinter zu entdecken. Frisch gesägte Hölzer, Möbelpolitur, Schwarzbier und Kaminfeuer, etwa Speck.

Gaumen: Fleischig und kräftig. Geräucherte Salami, Schinkenknacker, Räucherfisch und Röstmalz. Süße Marinade mit viel Honig, Karamell, etwas Anis, Estragon.

Abgang: Lang und wärmend, erstaunlich cremig. Weiterhin mit den Aromen der Nase und des Gaumens.

Fazit: Spannend, richtig spannend und alles andere als ein einfach zu genießender Whisky. Die Aromen sind teilweise derart stark konzentriert, dass es wirklich eine Herausforderung ist, seine Komplexität zu entdecken. Auf jeden Fall hat mir diese Abfüllung einiges an Spaß bereitet. 85/100 Punkte (2021). Ich danke der Brennerei für die Probe. 


Säntis Malt Edition Himmelberg, 43% alc. Originalabfüllung. Ausbau: Bierfässer, Nachreifung im Weinfass

Nase: Erst einmal leicht fruchtig und dazu Nussschokolade mit Rosinen. Eingelegte Birne, Weintrauben und schon folgen Gewürze. Gewürznelken, Kardamom und Ingwer, etwas Zimt.

Gaumen: Ein sehr leichtes und weiches Mundgefühl. Traubensaft, Weintrauben, Rosinen, Kirschen, Malzbier, wieder die Schokolade und etwas Lebkuchengewürz.

Abgang: Mittellang, deutlich würziger mit viel Zimt und Ingwer. Zum Ende hin trockener und angenehme Bitterarmen, Kaffee und leichte Schokolade.

Fazit: Die Fassreifung hat aus meiner Sicht schon ein ungewöhnliches aber definitiv nicht schlechtes Aromenprofil hinterlassen. Insbesondere die Schokolade mit den Rosinen bleibt mir noch länger im Gedächtnis. 82/10 Punkte (2021). Ich danke der Brennerei für die Probe.


Säntis Malt Edition Sigel, 40% alc. Originalabfüllung. Ausbau: kleine Bierfässer (Eichenholz)

Nase: Trocken und dennoch frisch, einiges an Würze. Hopfen, gemischter Pfeffer, Salmiak. Zudem hält sich im Hintergrund ein zartes Honigaroma und ein Hauch Apfelsaft.

Gaumen: Samtig weiche Textur auf dem Gaumen. Bieraromen, einiges an bitterem Hopfen, leicht säuerliche Fruchtaromen, erinnert mich an ein Pale Ale. Dazu eine sanfte Spur Pfeffer und Sternanis.

Abgang: Kurz und weich, leicht trocken. Mit trockener Holzwürze, Malz und Hopfen.

Fazit: Auch wenn die Aromen durch die Bierfässer stark geprägt wurden, so hat man hier doch einen unglaublich leichten und samtigen Whisky. Sehr rund und gut zu genießen. Die Bieraromen muss man jedoch mögen. 80/100 Punkte (2021). Ich danke der Brennerei für die Probe. 

 
 
 
 
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