notesofmalt - whiskyblog
tastingsnotes

Aberlour

Aberlour Glenlivet 12 Jahre, Originalabfüllung (70er/80er Jahre), 40% alc. 

Nase: Schöner Antritt, er beginnt erst fruchtig mit Zitrusfrüchten und Sherryaromen, ein wenig Heidelbeere und ziemlich reife Pflaumen. Zusätzlich sind hier richtig schöne Tabaknoten, es riecht nach altem Holz. Der Eindruck ist trocken, fast schon ist ein minimaler Rauch im Hintergrund zu erkennen. 

Gaumen: Vollmundig und intensiv, mit Sherry und einer schönen Kante Eichenholz. Die Zitrusfrüchte der Nase sind wieder da, leicht bitter und würzig erscheint die Eiche. Zum Ende hin eher trocken. 

Abgang: Mittellang und trocken, mit würzigen aber auch etwas bitteren Eichennoten. 

Fazit: Ein sehr schöner dram. Ich danke whiskycuse diesen verkosten zu können! 85/100 Punkten (2014)


Aberlour 12 Jahre "Double Cask Matured", Originalabfüllung, 43% alc. Ausbau: Sherry- und Bourbonfässer

Nase: Frisch und saftig, Rosinen, Erdbeeren, Milchcreme und Honig. Mit etwas Zeit an der Luft werden die fruchtig/würzigen Sherryaromen stärker. Dazu gesellen sich Tabak und leichte Wintergewürze sowie eine Spur Zimt und ganz entfernt etwas Kakao. Auch getrocknete Aprikosen sind zu finden. 

Gaumen: Etwas bitter zu Anfang, dann folgt die süßliche Frucht, insbesondere Johannisbeeren. Auch eine leicht säuerliche Note macht sich bemerkbar, dahinter folgt leicht bittere Orangenschale. Beim zweiten Schluck dann Banane und Walnüsse. 

Abgang: Mittellang mit leichter Zartbitterschokolade. Dazu Malz und etwas Getreide, ziemlich mild.

Fazit: Solide mit schönem Preis-Leistungsverhältnis. 83/100 Punkte (2013)


Aberlour 15 Jahre "Sherry Cask Finish" (Version in der Standard-Flasche), Originalabfüllung, 40% alc. Ausbau: Bourbon- und Sherryfässer, Finish im Sherryfass

Nase: Fruchtig aber zugleich auch würzig, mit Toffee und Karamell. Etwas leichter Honig, auch Nüsse sind zu finden. Ein Hauch Muskat und Zimt. Die Frucht würde ich als frühreife Mischung von Waldbeeren einordnen. Wirkt eher trocken.

Gaumen: Leicht und cremig, starke Speichelbildung. Daran muss man sich erst einmal gewöhnen. Komisches Mundgefühl, welches in Bitternoten übergeht. Wird trockener, Mandeln und Kastanien, Malz und angekohltes Brot. 

Abgang: Mittellang mit Stachelbeeren, Gewürzen und schönen Eichennote.

Fazit: Der Gaumen war eigenartig - je größer der Schluck, umso besser wird der Eindruck. 74/100 Punkte (2014)


Aberlour 1988 - 2014, 26 Jahre, Old Train Line (Jack Wiebers), 52,9%. Ausbau: Bourbon Cask Nr. 05291

Nase: Waldmeister-Eis neben feuchter Blumenerde und sehr reifem Obst. Gebackene Banane mit Honig, Bienenwachs, Vanille und dahinter eine angenehme Würze. Nelken vielleicht, ein wenig Ingwer.

Gaumen: Sehr viel Bitterkeit, das Eichenholz ist kräftig und würzig. Der Alkohol sehr präsent, aber nicht störend. Dahinter eine leichte Süße, Honig, Erdnüsse. 

Abgang: Mittellang und würzig, etwas bitter. Die Süße ist verfolgen, zurück bleiben die Erdnüsse und Kräuteraromen. 

Fazit: Ein sehr überraschender Aberlour, der auf dem Gaumen ganz anders wirkt als die Nase vorher erahnen lässt. Für die Sherry-Liebhaber der Brennerei eher kein Blindkauf, aber insgesamt ein würdiger Vertreter. 87/100 Punkte (2021)



 
 
 
 
E-Mail
Infos
Instagram