notesofmalt - whiskyblog
tastingsnotes

Bunnahabhain

Neuste Beiträge:

Bunnahabhain 2009 - 2020, 11 Jahre, 50,2% alc. Abfüller: Earlskine. Ausbau: Sherryfass (first fill)

Vorbemerkung: nicht rauchiger Bunnahabhain in Fassstärke. Bei nur noch 50,2% muss es sich um ein ziemlich aktives Fass gehandelt haben.

Nase: Eine dicke Sherrynase begrüßt mich hier. Dunkle Beeren, Kirschmarmelade und geriebene Orangenschale. Dazu Rosinen in Schokolade, poliertes Eichenholz und Bienenwachskerzen, im Hintergrund eine ganz milde Spur Zigarrentabak sowie Töne von Zedernholz. Lässt man dem Whisky ein wenig Zeit, dann wir die Süße noch einmal kräftiger und dafür frischer, Mandarinen, Weintrauben und ganz entfernt ein wenig Zimt.

Gaumen: Weiterhin fruchtig und angenehm süß, hier kommt das Eichenholz jedoch viel stärker zum Vorschein und ergänzt die Fruchtaromen der Nase mit Zimt, Heidekraut und ganz mildem Pfeffer. Außerdem Meersalz in Schokolade und Gewürznelken.

Abgang: Lang und ausgewogen, harmonisch zwischen getrockneten Früchten und Gewürzen.

Fazit: Dieser Bunnahabhain ist aus meiner Sicht wirklich außergewöhnlich gut gelungen. Das Sherryfass war unglaublich aktiv und hat einen wunderbar harmonischen Single Malt hervorgebracht. 88/100 Punkte (2021)


Archiv:

Bunnahabhain "Toiteach", Originalabfüllung, 46% alc. Ausbau: Bourbon- und Sherryfässer. Region: Islay, Schottland

Nase: Torfrauch, im ersten Eindruck nur Torfrauch. Zwar ist dieser auch nicht extrem, dennoch verstecken sich die anderen Aromen ziemlich lang dahinter. Eine ganz leichte Fruchtigkeit mit Birnen und leicht säuerlichen Äpfeln kommt auf. Der Rauch erinnert an ein feuchtes Laubfeuer und Bauernhof.

Gaumen: Torfrauch und reife Äpfel, dazu Malz und etwas mineralisch und bitter. Die Aromen wechseln sich auf dem Gaumen ab - man sollte diesen Whisky etwas länger im Mund halten. Der Rauch geht dann in Richtung BBQ. 

Abgang: Eher mittellang, dafür mit einem sehr cremigen und angenehm rauchigen Mundgefühl. 

Fazit: Harmonisch und rund, allerdings auch ziemlich unspektakulär. Blind hätte ich den Single Malt zudem eher dem Festland zugeordnet.  81/100 Punkte (2014)


Bunnahabhain 16 Jahre, "Manzanilla", 53,2% alc. Originalabfüllung. Ausbau: 4 Jahre Finish in Sherryfässern. Batch aus 5 Fässern

Nase: Rund und fruchtig, kaum rauchig. Kekse mit getrockneten Beerenfrüchten, Früchtemüsli und klare Rosinenaromen. Dazu Rumkugeln und Zuckermelasse, harmonisch aber auch nur mäßig komplex. Zum Ende hin Röstmalz, Walnüsse und eine Spur milder Kaffee. 

Gaumen: Intensiver als die Nase, schwerer. Fruchtig und etwas fleischig, wieder mit den Rosinen und der Zuckermelasse, dahinter folgt eine leicht würzige Phenolnote. Zudem Salz, Getreide und wieder einiges an Nüssen. Auch geröstetes Brot und Minze. 

Abgang: Lang, trocken und salzig. Hier kommt der Inselcharakter stärker durch. Der Sherryeinfluss lässt den Abgang süß und leicht trocken wirken. Zum Ende hin einiges an Eiche. 

Fazit: In den einzelnen Kategorien teilweise wirklich unterschiedlich, jedoch alles andere als kantig oder schlecht. 85/100 Punkte ( 2015). Ich danke Peat Head für die Probe und Dirk Lunken für das Foto!


Bunnahabhain XXV, 25 Jahre, Originalabfüllung, 46,3% alc.

Nase: Zuerst eine schöne Sherrynase mit Rosinen und dunklen Beerenfrüchten, dazu nussige Milchschokolade und milde Kaffeearomen, auch etwas feuchter Tabak ist mit von der Partie. Im Hintergrund schwebt eine leicht florale und süße Parfümnote mit, welche allerdings nicht aufdringlich erscheint. Abgerundet wird der Malt durch eine trockene und harmonische Holzrauchnote. 

Gaumen: Rosinen, Brombeeren und Datteln. Dazu wieder die Kaffeearomen und etwas Milchschaum. Die Nuss wird stärker, dann folgen kräftige Wintergewürze, welche zwar die Eiche etwas kommen lassen, dabei allerdings nicht wirklich bitter wirken. Die Trockenheit der Nase kommt wieder, wirkt einen Hauch salzig.

Abgang: Lang und angenehm wärmend, Melasse und Rosinen, Tabak und Espresso. Zum Ende hin mit mehr Eichenholz. 

Fazit: Ein richtig guter Bunnahabhain, der durch seine schönen Sherryaromen und den runden Holzeinfluss sehr stark punktet.  89/100 Punkte (2015) Ich danke Daniel Buruck alias Peat Head für das großzügige Sample!


Bunnahabhain 7 Jahre, abgefüllt 2020. 46% alc. Abfüller: WM Cadenhead (Original Collection). Ausbau: Bourbonfässer

Nase: Torfrauch steigt aus dem Glas, sehr maritim. Geruch von Küste und Treibgut, geräucherter Fisch. Dazu gesellen sich Zitrusfrüchte, etwas Limette, ein Hauch Orange und milde Malzaromen. Eine ordentliche Honigsüße rundet das Profil ab.

Gaumen: Rauchig und süß im Antritt, der Honig ist sofort da. Phenol, Stockfisch, Lagerfeuer. Malz und Karamell, auch die Zitrusfrüchte sind wieder präsent. Eine ganz milde Spur Pfeffer.

Abgang: Sehr lang und wärmend, einiges an Torfrauch. Auch hier macht der Bunnahabhain weiter wie bisher, nur der Pfeffer wird etwas stärker, dazu gesellt sich Ingwer.

Fazit: Eine klare Linie und trotz des jungen Alters schon wunderbar harmonisch. Toller Bunnahabhain. Wer ansonsten auf stark rauchigen Islay-Whisky steht, wird hier definitiv viel Freude haben. 85/100 Punkte (verkostet 2021). Ich danke dem Cadenhead’s Köln für die Probe. 


Bunnahabhain 8 Jahre "Heavily Peated", 43% alc. Abfüller: Gordon & MacPhail 

Nase: Frisch, rauchig und dann trockener werdend. Mit Phenol, Stockfisch und Gewürzen. Leicht mineralisch, glühendes Lagerfeuer auf Kiesstrand, Treibgut und Meersalz. Dahinter ein leichtes Aroma von Seetang und Kräutern. 

Gaumen: Überraschend süß zu Beginn, wird dann würziger und salzig trocken. Meersalz, Heidekraut und Seetang, etwas Pfeffer und trockener Holzrauch, dahinter Räucheraal. 

Abgang: Mittellang, trocken und erfrischend. Etwas Minze, wieder die Süße und schon eine leichte Bitterkeit mit Gewürzen vom Eichenholz. 

Fazit: Easy drinking, schöner dram für Liebhaber_innen rauchiger Malts. 85/100 Punkte (2015) Ich danke dem Importeur (Kirsch Whisky) für die Probe und dem Whisky Häuslein für das Foto!



Bunnahabhain 1990-2013, 22 Jahre, 54,2% alc. Abfüller: Blackadder (Raw Cask). Ausbau: Sherryfass

Nase: Kräftiger Sherryfasseinfluss. Fruchtig, süß und leicht trocken. Rote Beeren, Kirschen und getrocknete Aprikosen. Dazu Leder und Sandelholz, Rosinen und Mandeln. Entfernt eine Nuance Banane, dahinter Kakaobohnen und milde Zigarren. 

Gaumen: Fett und fruchtig, cremig im Mundgefühl. Neben den vielen Fruchtaromen der Nase kommt einiges an Eichenholz hinzu, auch Zimt und Kaffee folgen. Zudem ein Hauch von Schwefelhölzern, sehr schön.

Abgang: Lang, fruchtig und tief. Erst cremig, zum Ende hin trocken und würzig, mit bitterer Eiche, etwas Schwefel, Espresso und Kakaopulver. 

Fazit: Boom, der ist einfach mal richtig geil. 93/100 Punkte (2015) Ich danke McWhisky.com für Probe und Foto!


Bunnahabhain 1991-2015, 24 Jahre, 44,2% alc. Abfüller: Five Lions. Ausbau: Bourbonfass

Nase: Typischer Bunnahabhain. Trockene Süße, Meersalz und mineralische Aromen. Dazu altes Karamell, Vanilletöne und etwas Ruß, Steinkohle. Auch holzige Aromen sind dabei, Räucherofen, Malz und Bitterkaramell schweben aus dem Glas empor. 

Gaumen: Sahnige Vanillecreme, Heidehonig und eine frische Torfrauchnote. Kakao, Seetang und Stockfisch- Danach kommt ein Aroma von ganz mildem Milchkaffee und ein Hauch Tabak. 

Abgang: Lang und trotzdem erfrischend. Leicht cremig, wird zum Ende hin deutlich trockener, dann kommt die Eiche prickelnd hervor. Zuvor zeigt sich noch einmal gesüßter Milchkaffee und ein Hauch kühler Minze. 

Fazit: Typischer Bunnahabhain, erfrischend und rund. Auf dem Gaumen blitzt ein Hauch Torfrauch auf, ein schöner Single Malt. 86/100 Punkte ( 2015) Ich danke Five Lions für die Probe


Bunnahabhain 1997 - 2014, 16 Jahre, 51,9% alc. Abfüller: van Wees. Ausbau: "hogshead" No. 5787. Besonderheit: Limitiert auf 281 Flaschen

Nase: Maritim und subtil, mineralischer Torfrauch, Stockfisch, Brackwasser und Meersalz, dazu etwas Asche. Dann Backpflaumen und eine leicht süße Beerenfrucht, vielleicht Erdbeeren. Dahinter Butter und Gewürze, etwas Cayenne-Pfeffer und Muskat.

Gaumen: Salzig und trocken, Balsamico-Essig, Räucherlachs und Seegras. Er wird dann malzig und nussig, mit leichtem Eichenholz und milder Gewürznote. Zum Ende hin kommt noch einmal die Frucht.

Abgang: Mittellang bis lang, ansteigend und wärmend. Etwas alkoholisch, dafür dann wieder die Aromen der Nase und des Gaumens. Hinten raus schön viel Nuss und Malz, dazu würziges Eichenholz. 

Fazit: Bunnahabhain in Fassstärke mit einem guten Auftritt! 88/100 Punkte (verkostet 2015) Ich danke Theresia Tammer (Das Whisky Häuslein) für das Sample!


Bunnahabhain 2001-2011, 9 Jahre, 57,7% alc. Abfüller: Gordon & MacPhail (für van Wees). Ausbau: Refill Sherry Hogshead No. 808

Nase: Schön fruchtiger Sherry mit komplexen Gewürzaromen, etwas schwer zu differenzieren. Beerenfrüchte, getrocknete Himbeeren und Rosinen. Es folgen Kakaobutter, milder Kaffee und leichte Gewürze. Der Alkohol ist schon gut eingebunden. 

Gaumen: Nachdem sich der Alkohol sich etwas gelegt hat, kommen Sherryaromen auf. Wieder die Beerenfrüchte, diesmal sehr cremig. Schokolade mit leicht pfeffriger Gewürznote.

Abgang: Lang und prickelnd, die Gewürze werden stärker. Dazu Milchschokolade. 

Fazit: Schöner Sherry-Bunna ohne jede Bitterkeit, dennoch für das Alter schon eine schöne Komplexität. Mit Wasser verliert er kaum.  85/100 Punkte (2015) Ich danke dem Whisky Häuslein für Probe und Foto


Bunnahabhain 2005-2015, 46% alc. Abfüller: Malts of ScotlandAusbau: Bourbon Hogshead No. 15034

Nase: Jung und phenolisch rauchig, einiges von der See. Kiesstrand, Algen und Gischt, zudem Meersalz. Darin verborgen eine richtig schöne Süße, Gebäck, Karamell und Vanillecreme. Außerdem finden sich leicht bittere Grapefruits. 

Gaumen: Zuerst breitet sich die Süße aus, Vanillezucker und Karamell strömen in alle Winkel des Mundes. Der Single Malt wirkt ölig, nach ein paar Sekunden leicht trocken. Mit der Trockenheit kommen Torfrauch und Gewürze, etwas Pfeffer, Paprika und ganz entfernt ein Hauch Ingwer (minimal). 

Abgang: Eher kurz, kommt aber wärmend wieder. Allerdings nicht mehr groß im Geschmack, relativ einfach: etwas Rauch und etwas Süße, wirkt leicht wässrig. 

Fazit: Die Verdünnung auf 46% hat die Nase richtig großartig geöffnet, sie macht richtig Spaß, im Gegenzug hat jedoch leider der Abgang etwas drunter gelitten. 83/100 Punkte (2015) Ich danke Torsten Daur (Selection of Spirits) für die Probe.


Bunnahabhain Moine 2006-2015, 8 Jahre, 46% alc. Abfüller: Signatory Vintage. Ausbau: Chardonnay Cask 800084

Nase: Angenehmer Torfrauch, grüner Tee und einiges an Seeluft. Sehr harmonisch im ersten Eindruck. Dazu eine schöne Süße, fruchtige Grilmarinade und etwas Pfirsich. Es folgen überreife Kiwis, Salmiak. Pfeffer und Braunkohle.

Gaumen: Rauchig, Asche und herrliche Fruchtaromen. Birnen, Sommeräpfel und ganz entfernt Zitronen. Auch der grüne Tee blitzt wieder auf, daneben ist seine Jugend noch deutlich spürbar.

Abgang: Lang und etwas phenolisch, Jod sowie ein Spritzer süßer Zitronensaft.

Fazit: In der Nase deutlich komplexer als auf dem Gaumen und im Abgang, für das Alter aber passend. Dieser Bunnahabhain ist ein angenehmer Zeitgenosse. 85/100 Punkte (verkostet 2015, ca. 50 €) Ich danke dem Importeur Kirsch Whisky für die Probe.


Bunnahabhain 2007-2012, 60,7% alc. Big Market, Berlin 

Nase: Jung und rauchig, wobei der Torfrauch nicht sehr stark ist und eher etwas blumig und seifig wirkt. Der Single Malt wirkt äußerst frisch, luftig und leicht süß. Nach etwas Zeit entwickeln sich Noten von dunklen Keksen und Laugengebäck. Dahinter ballt sich so langsam der Rauch auf, begleitet von Pizzagewürzen (Thymian, Oregano).

Gaumen: Kräftig würzig, Grillfleisch in Fruchtmarinande, Banane und Malz. Der erste Eindruck ist stark. 

Abgang: Wirklich sehr starker Antritt, super lang und wärmend mit Noten von Lagerfeuerrauch, am Ende bleibt im auf der Zunge der Geschmack von Bananen liegen. 

Fazit: Toller Bunnahabhain und wer noch an eine Flasche kommt, sollte sich diese sichern! 87/100 Punkten (2013)


Bunnahabhain 2007-2014, 7 Jahre, 46% alc. Abfüller: Hepburns Choice (Langside Distillers). Ausbau: Refill Hogshead

Nase: Alkohol, Jod und Torfrauch. Es folgt Karamell und Malz, etwas Brackwasser und Meersalz. Der Alkohol kommt immer wieder durch. 

Gaumen: Leicht und etwas wässrig. Es folgen süße, aber eher unreife Früchte, milder Torfrauch und Gewürze. 

Abgang: Mittellang mit Jod und Alkohol, etwas Verbandszeug und Salzwasser. 

Fazit: Zu wenig Reife, der Alkohol ist noch nicht wirklich gut eingebunden. Auf dem Gaumen wirkt der Whisky zudem etwas wässrig. 78/100 Punkte (2015) Ich danke dem Vertrieb Prowhisky für Probe und Foto


Bunnahabhain "Moine", 2008-2014, 6 Jahre, 46% alc. Abfüller: van Wees. Ausbau: Bourbonfass (Barrel) No. 800042. Besonderheit: Limitiert auf 336 Flaschen

Nase: Jugendlich und frisch, rauchig sowie ungestüm, was sich aber schnell wieder legt. Der Rauch setzt sich einerseits aus medizinischen Noten zusammen, anderseits ist auch die Küste mit Meersalz zu erahnen. Danach entfaltet sich in der Nase eine Süße die an Gebäck erinnert. Blätterteig, Vanille, eventuell warmer Apfelstrudel und Kekse. 

Gaumen: Torfrauch, Karamell, Vanille sowie ein cremiger Honigton. Auch hier sofort wieder Assoziationen zu süßem Gebäck, erinnert an Butterstreusel. 

Abgang: Lang mit einer relativ frischen Rauchnote in Vanille, bestätigt hier noch einmal sein junges Alter.

Fazit: Noch nicht mal in der Pubertät aber dennoch schon ein sehr solider Auftritt. Der Abgang hätte definitiv komplexer sein dürfen. 81/100 Punkte (2015). Ich danke Theresia Tammer (Das Whisky Häuslein) für das Sample




 
 
 
 
E-Mail
Infos
Instagram