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Hier finden Sie alle verkosteten Abfüllungen von Springbank

Springbank wurde 1828 gegründet und hat die meisten Krisenzeiten gut überstanden, nur zwischen 1926 und 1935 wurde nicht produziert. Eine Besonderheit ist, dass die Brennerei die verwendete Gerste komplett in der eigenen Mälzerei verarbeitet. Insgesamt arbeitet Springbank sehr handwerklich und verzichtet auf große Automatisierung. 

Springbank 12 Jahre, Batch 8, 52,3% alc. Originalabfüllung. Ausbau: Sherry- und Bourbonfässer 

Nase: Torfrauch und Orangenmarmelade, die Orangen werden bald trockener und von Schokolade ummantelt. Dahinter hält sich Waldhonig und leicht bittere Lakritze, zudem Heidekraut. Die Schokolade wird dunkler, dazu Kaffeebohnen. 

Gaumen: Weniger fruchtig als die Nase, viel mehr Würze mit weißem Pfeffer und auch Lakritz kommt wieder. Die Aromen beruhigen sich schnell und werden salziger. Schokolade mit Meersalz und trockenen Früchten. Delikat.

Abgang: Sehr lang und etwas pfeffrig, Kakao und Espresso.

Fazit: Sehr schöner Springbank. Mit 12 Jahren schon fast perfekt ausgereift. 87/100 Punkte (2014)



Springbank 15 Jahre, Originalabfüllung, 46% alc. 

Nase: Sherrytöne, Rosinen, leichte Beerenfrüchte, Cranberrys, dunkle Herrenschokolade, Marzipan und eine entfernt blumige Note. Ein Hauch Zigarrenkiste. Zudem ist ein ganz entfernter Rauch spürbar, dieser lässt den Whisky noch vielschichtiger wirken. 

Gaumen: Wieder die Schokolade mit hohem Kakaogehalt, dazu etwas Espresso. Datteln und Rosinen, ganz leicht Malz und Toffee. Angenehm.

Abgang: Eher mittellang mit einem trockenem und leicht würzigem Ende. Sehr geschmeidig. Der leichte Rauch bleibt etwas länger zurück. 

Fazit: Dieser Springbank weiß zu gefallen, die Nase ist vielschichtig. Der Gaumen ist genial, der Abgang fällt etwas zurück. 84/100 Punkte (2014)



Springbank 2003-2015, 12 Jahre, 58,3% alc. Single Cask UK only Originalabfüllung. Ausbau: Port Pipe, Besonderheit: Single Cask für Großbritannien, limitiert auf 696 Flaschen

Nase: Englische Orangenmarmelade, süß und fruchtig, dazu erdige und mineralische Aromen, ein wenig Meersalz und irgendwie kommen Assoziationen zu Kalk auf. Nach ein wenig Zeit im Glas folgen Kerzenwachs, Ahornsirup und Honig. Vom Portwein kommt nur die Süße. 

Gaumen: Wieder die Orangen, dazu Limetten und Grapefruit, wird dann aber reifer, fast schon überreif. Dazu sehr viele Gewürze, Malz, Nüsse und Espresso. Auch die Eiche ist schon stark ausgeprägt. 

Abgang: Lang und trocken, getrocknete Orangen in Zartbitterschokolade, etwas Ingwer und viel Eiche. 

Fazit: Wow, leider nur "drüben" zu finden. Sehr schönes Fass!  90/100 Punkte (2015)



Springbank 1990 - 2013, 22 Jahre, 47,2% alc.  Abfüller: Glen Scoma (Scoma GmbH Ausbau: Bourbonfass No. 586. Besonderheit: Limitiert auf 209 Flaschen

Nase: Noch nicht ganz reife Birnen, dazu Vanille und Butterscotch sowie leicht rauchige Holuztöne, die sich im Hintergrund halten. Mit dabei sind zudem diverse Nüsse und Äpfel. 

Gaumen: Birnen und Äpfel, wieder die Nüsse und trockenes Holz. Eine leichte Holzwürze, allerdings ohne jede Bitterkeit. Vanille, Karamell und ein wenig Petersilie. 

Abgang: Intensiv, lang. Hier kommen nun auch die Tannine mit einer leichten Bitterkeit, die sich gesamten Mundraum mit dem Birnenaroma ausbreitet. Dazu eine leichte Salzigkeit.

Fazit: Klare Linie - schöner Springbank.  85/100 Punkte (2015) Ich danke der Familie Setter (Scoma) für das Sample!



Springbank 1999-2013 (Region Campbeltown, Schottland), 13 Jahre, 54,8% alc., "fresh Sherry", selected and botteled for www.whiskykanzler.de, Cask 368, 

Nase: Schöner Antritt von süßem Sherry, dunkle Früchte, würzig aber auch noch frisch, schön vielschichtig. Hinter der Frucht kommt die Eiche, welche aber noch sehr mild wirkt. Erdig kommt sie daher, auch aber schokoladen, nicht bitter, eher Milchschokolade. Mit der Zeit öffnen sich weitere Aromen, die Süße weicht - es bleiben dunkle Früchte und Seeluft. 

Gaumen: Sherry, Johannisbeeren, Rosinen und dann schlägt die Würze zu, gefolgt von einer kurzweilenden Süße. Nichts dominiert, die Aromen wechseln sich immer wieder ab. Rund und komplex. Was bleibt ist etwas würzige Eiche. 

Abgang: Lang und kitzelnd, dann bis in den Magen wärmend. Ein großartiger Abgang, hier ist die Eiche sehr stark!

Fazit: Ein großartiger Sherrywhisky, nicht so süßlich fein wie viele Glendronach, eher komplex und würzig. Von den drei Springbanks des Whiskykanzlers ist dieser hier mit Abstand der schönste Malt. 92/100 Punkte (2014)







 
 
 
 
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