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Invergordon

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Invergordon 1972 - 2016, 43 Jahre, 49,4% alc. Abfüller: Daily Dram. Ausbau: Keine Angabe

Hintergrundbild: whiskybase

Nase: Süß und würzig, auch eine ordentliche Portion Holz. Der Whisky beginnt mit Holzzucker, Apfelkuchen und Nektarinen, gefolgt von frisch gesägter Spanplatte. Zudem rieche ich ein wenig Holzleim, Roggenbrot und Kokosmilch.

Gaumen: Sehr süß, richtig vollmundig zuckrig, fast schon klebrig. Ahornsirup, Kandiszucker, gebrannte Mandeln und überreife Orangen. Danach kommen Zuckerwatte, Muskat und Zimt.

Abgang: Mittellang, ausgeglichen zwischen Süße und Würze. Maissirup, Pfeffer und Zimt.



Fazit: Was ein wahnsinnig süßer Grain, der dadurch schon recht schwer wirkt. Lecker Zeug. 88/100 Punkte (2022)


Invergordon 1973 - 2016, 43 Jahre, 51,8% alc. Abfüller: Sansibar. Ausbau: Bourbonfass

Hintergrundbild Whiskybase

Nase: Viel Vanille und Kokos, dazu kommt ein Aroma von Sekundenkleber auf, erinnert kurz darauf an einen angenehmen Bourbon. Insgesamt wirkt dieser Invergordon nicht sehr intensiv, es ist ein wenig schwierig ihn zu durchdringen. Neben der süßen Vanille liegt die gesamt Zeit über Eichenholz im Glas, dazu etwas Baumharz und Erdbeermarmelade.

Gaumen: Frisch aufgeschnittene Vanilleschoten, dazu wieder Erdbeermarmelade und Kokosmilch. Das Eichenholz zeigt sich mit Pfeffer und Zimt, etwas Walnuss und ein Hauch von Kakaobutter sind noch dabei.

Abgang: Mittellang, weiterhin süß, die Würze wird eine Nuance kräftiger, Zimt, Mandeln und weiße Schokolade.

Fazit: Ein sehr geschmeidiger Invergordon, das Alter merkt man ihm gar nicht so stark an. Unkompliziert und angenehm. 85/100 Punkte (2022)


Invergordon 1973 - 2022, 49 Jahre, 40,3% alc. Abfüller: The Whisky Agency. Ausbau: Bourbonfass (Barrel)

Hintergrundbild Whiskybase

Nase: Klavierlack, Eichenholzpolitur und Bienenwachs, gefolgt von sehr viel Honig. Dazu Müslikekse, auch hier wieder mit Honig, zudem Haferbrei mit gekochten Bananen. Im Hintergrund Studentenfutter mit Rosinen, insgesamt sehr rund und harmonisch.

Gaumen: Grüner Tee mit Honig, dazu etwas Pfirsich und Limette. Dahinter leicht eingetrocknete Apfelstückchen, fruchtig aromatisierter Pfeifentabak und etwas Minzschokolade.

Abgang: Eher kurz und süß. Waldhonig auf Zwieback, etwas Orangenabrieb und Stachelbeere.

Fazit: Wunderbar harmonisch, allerdings weniger komplex als ich es mir gewünscht habe. Die 49 Jahre im Eichenholz haben zwar den Alkoholgehalt deutlich sinken lassen, geschmacklich ist das Holz jedoch überhaupt nicht zu spüren. 87/100 Punkte (2022)


Invergordon 1990 - 2021, 30 Jahre, 54,3%. Abfüller: 3006 Whisky (3W). Ausbau: Bourbonfass Nr. 22604 (Barrel)

Hintergrundbild "Gwen"

Nase: Viel trockenes und leicht würziges Getreide, wirkt erst einmal ein wenig grob. Dazu eine Mischung aus Sekundenkleber, Kleister und Vanille, auch etwas Pfirsich und Birnenkompott sind zu finden. Mit Zeit an der Luft wird der Invergordon immer gemäßigter, die Intensität verfliegt und die Fruchtaromen werden klarer. Etwas Mango und und ein Hauch von Mirabellen kommt auf.

Gaumen: Sehr süß, sehr intensiv und mundfüllend. Wirkt anfangs cremig und wird schnell sehr trocken. Birnen, Vanille, Apfelschale und Mandeln, dazu Walnüsse und ein Hauch Schokolade. Etwas bittere Stachelbeere kommt zusammen mit Karamell, dann Pfeffer in Haferbrei.

Abgang: Lang, trocken, der Klebstoff kommt zusammen mit der Vanille wieder auf. Hinten raus eine klar bittere Angelegenheit.

Fazit: Ein recht intensiver Vertreter der Brennerei, neben der Frucht einige Ecken und Kanten - unterhaltsam. 84/100 Punkte (2022). 

Hintergrundbild: Gwen (danke dir)


Archiv

Invergordon ist eine große Grain-Brennerei in den schottischen Lowlands, der Whisky wird für viele Blends verwendet. Hier finden Sie Einzelfassabfüllungen des Invergordon Single Grain Whisky.

Invergordon 1965 - 2013, 47 Jahre, 44,6% alc. Abfüller: Douglas Laing / The Clan Denny. Ausbau: Cask 9459

Nase: Erst sehr frisch in der Nase, sehr subtil, später wirkt er trockener. Fruchtige Bitternoten, Vanille und dennoch Sultaninen. Auch saftige Birnen sind dabei. Die Reife schlägt mit alten Eichenmöbeln zu, dazu Getreide - etwas Heu. 

Gaumen: Würzig und getreidig, zudem ordentlich Vanille. Trocken und mit Eichenholz, die leichte Süße wirkt anregend. Auch süß/säuerliche Äpfel sind mit von der Partie. 

Abgang: Eher mittellang, aber dafür kommen die Eichennoten schön zum Vorschein. Wärmend und die Gewürze bleiben lange im Gedächtnis. Etwas Bitterschokolade.

Fazit: Diese alten Grains sind klasse. 86/100 Punkte (2014)


Invergordon 1972 - 2012, 40 Jahre, 40,5% alc. Abfüller: Sansibar-Whisky

Nase: Sanft mit Vanille und Kokos, etwas Karamell und florale Süße. Sehr frisch, er braucht Zeit sich zu entwickeln. Die Süße erinnert auch etwas an Marshmallows und an gezuckerte Erdbeeren. 

Gaumen: Fruchtiger als die Nase, leichte Bitterkeit - allerdings ohne viel Eiche. Etwas Honig und auch die Erdbeeren sind wieder da. Erdbeeren mit Vanillesoße. Hinten raus weniger Frucht, sondern herber Schwarztee. 

Abgang: Mittellang, trockener als erwartet. Zum Ende hin mit einer leichter Würze. 

Fazit: Ein wirklich schöner Whisky, manch ein Single Malt in dem Alter haut dir mit einem Holzbrett voll in die Fresse. Dieser 40-jährige Single Grain dagegen hat seine Frische behalten und ist alles in allem ohne Fehler. 91/100 Punkten (verkostet 2014, nicht mehr erhältlich). Ich danke "Bongo" für die Flaschenteilung


Invergordon 1972, 45 Jahre, 44,1% alc. Abfüller: C. Dully Selection. Ausbau: Barrel Nr. 1088

Hintergrundbild: deinwhisky.de

Nase: Buttergebäck und altes Holz, dahinter eine klebrige Honigsüße gepaart mit Vanille und Frühstücksflocken. Die Süße wird ganz gemächlich intensiver, erinnert an Fudge und gekochte Sahne, zudem mischt sich in die Süße ein etwas künstliches Fruchtaroma, ich muss an gelben Wackelpudding denken. Setze ich das Glas ab und wieder an, fällt die Vanille plötzlich viel stärker ins Gewicht, sie erscheint extrem klar. Außerdem finde ich nun auch Kokosnuss.

Gaumen: Intensiv süß. Auch hier viel Honig und Vanille, Gebäck, Bananenbrei und Kokosmilch. Dazu finde ich Orangenmarmelade, Aprikosen, etwas Ingwer und ein Hauch von Karamell, zum Ende hin etwas Milchschokolade und getrocknete Bananenchips.

Abgang: Mittellang bis lang, weiterhin süß und fruchtig mit prickelnden Orangenaromen, Banane und Honig. Zudem hier auch ein wenig mehr Eichenholztannine.

Fazit: Ein stolzes Alter und ein richtig guter Whisky, obwohl ich ihn blind wohl mindestes 10 Jahre jünger geschätzt hätte. Ein toller dram. 87/100 Punkte (2022)


Invergordon 1988 - 2012, 24 Jahre, "Bladnoch Forum", 56,1% alc. Cask 18590 

Nase: Frisch und ölig, Oliven und altbackenes Brot, schöne Getreidenoten, Semmelmehl. Eine leichte Süße breitet sich im Hintergrund aus, gezuckerter Schwarztee der zu lange zog. 

Gaumen: Süß mit Honignoten und frischen Zitrusfrüchten, Gebäck auf der Zunge, viel Getreide und wieder etwas Olivenöl. 

Abgang: Lang anhaltend und fruchtig, dazu schöne Gewürze und Eichennoten. 

Fazit: Ein sehr gefälliger und sehr guter Whisky. Grain? Geht doch! ich mag ihn sehr. 88/100 Punkten (2014) Danke an "Bongo" für die Flaschenteilung


Invergordon 1988-2012, 24 Jahre; Cask 18589; 55,5% alc. Abfüller: Single Cask Collection. Ausbau: Bourbon Barrel

Nase: Ein frisch geerntetes Getreidefeld, über welchem noch etwas Staub liegt. Dazu eine frische Frucht, Vanille und reife Äpfel. Dahinter schwebt eine Note von Lösungsmitteln mit, was jetzt aber nicht negativ wirkt.

Gaumen: Sehr üppig und vollmundig, fast schon cremig. Vanillecreme und Toffee, leicht malzig und nussig. Ein Hauch Limette. 

Abgang: Mittellang, harmonisch und leicht trocken.

Fazit: Toller Single Grain Whisky.  85/100 Punkte (2014)


Invergordon 2009 - 2020, 11 Jahre, 57,9% alc. Single Grain. Abfüller: The Whisky Chamber. Ausbau: Amarone Barrique Nachreifung, Fass 305947

Hintergrundbild: Pinkernells Whisky Market

Nase: Eichenholz und Räucherofen neben frisch karamellisierter Creme Brûlée. Danach kommen die Aromen des Fasses stärker hervor, leicht mit Zimt gewürzter Pflaumenmus und gekochte Himbeeren, Rosinen und Datteln. Eine ziemliche süße Angelegenheit, diese ganz leichte Rauchnote ergänzt prima.

Gaumen: Süß, richtig süß. Rosinen, Datteln und Feigen, getrocknete Pflaumen und Mandeln. Dazu einiges an Zuckersirup. Hat sich der Gaumen an die geballte Süße gewöhnt kommt der Holzrauch wieder. Außerdem leicht bittere Eichenholztanine.

Abgang: Mittlang und wirkt trockener als auf dem Gaumen. Süß und würzig, die Trockenfrüchte treffen auf Zimt, Muskat und Gewürznelken.

Fazit: Geniales Fass für Süßschnäbel und vollkommen anders als die mir sonst bekannten Invergordon. 86/100 Punkte (2022). 

 
 
 
 
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