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Miltonduff

Miltonduff 2011-2021, 10 Jahre, 46% alc. Abfüller: van Wees (The Ultimate). Ausbau: Sherryfass Nr. 900341 (Refill Butt)

Nase: Ich rieche Fudge, warmes Karamell, Toffee und etwas Marzipan, dahinter Vanille und Mandelsplitter. Dazu kommt einiges an reifer Banane mit Honig, vermischt sich schön mit den ersten Karamellaromen. Im Hintergrund finde ich Malz, Orangensaft, Pfeffer und ganz sanftes Eichenholz.

Gaumen: Beginnt wie in der Nase, wird dann aber würziger und bleibt dennoch recht cremig. Etwas Banane und Malz, entfernt ein wenig Orangenmarmelade, Kakao. Es folgen Karamell, weißer Pfeffer sowie eine Messerspitze Ingwer.

Abgang: Mittellang und angenehm intensiv, leicht prickelnde Gewürze. Ich finde Ingwer und Muskat, Pfeffer. Auch hier wieder etwas trockenes Kakaopulver.

Fazit: Ein angenehm trinkfertiger Miltonduff, der mit ehrlichen 10 Jahren Reifung daherkommt und zu einem super Preis auf den Markt kam. 84/100 Punkte (2022)


Der folgende Whisky ist eine Rarität aus der Miltonduff-Brennerei, denn Mosstowie wurde nur von 1964 bis 1981 produziert. Dafür wurden eigens zwei Lomond-Stills eingebaut, welche später Platz für klassische Pot-Stills machen mussten um damit mehr Miltonduff zu brennen.


Mosstowie 1979 -2013, 34 Jahre, 51,5% alc. Abfüller: van Wees (The Ultimate). Ausbau: Bourbonfass Nr. 1355 (Barrel) 


Nase: Buttrig weich, fruchtig und blumig. Ich finde sanfte Malztöne, etwas Birne und Apfel, ein Hauch Kokos sowie Heu. Außerdem ist da eine relativ deutliche Kräuternote mit Minze und Zitronengras, etwas Melisse und Anis. Danach wird es wieder fruchtiger und leicht würzig, Stachelbeeren, Zitronentarte, Zuckerkuchen und Honig, etwas grüner Tee mit Pfeffer rundet ab.

Gaumen: Auch hier sehr süß und fruchtig zu Beginn, einiges an Apfel und Birne, ein wenig Mandarine und verschiedene Weintrauben, dann säuerlicher mit einem Hang zu verschiedenen Zitrusfrüchten. Der Mosstowie baut sich recht kräftig und intensiv auf, die Eiche kommt ziemlich saftig und leicht bitter daher. Ich schmecke süßes Lakritz, Anisbonbons sowie eine würzige Mischung aus Muskat und Zimt.

Abgang: Eher lang, setzt die bisherigen Eindrücke gut fort, entwickelt zum Ende hin eine leichte Trockenheit. Ein wenig Marzipan, Pfefferminztee mit einer Zitronenscheibe, gesalzene Pistazien und Zimt.

Fazit: Wunderschöner Whisky, wenn auch in der Nase ziemlich verwoben und schwer zu differenzieren, ein richtig schönes Fass. 89/100 Punkte (2022)

Archiv

Miltonduff 10 Jahre, 40 alc. Abfüller: Gordon & MacPhail

Nase: Sehr mild, etwas blumig. Deutlicher Anflug von Vanille. Leichte Aromen von Zitronengras.

Gaumen: Kraftvoll, trotz der niedrigen Trinkstärke. Mit Pfeffer und Gewürzen, dazu bittere Eichennoten: Kaffee und Schokolade, zudem Zitrusfrüchte. Ziemlich trockene Angelegenheit. 

Abgang: Mittellang und kräftig, etwas seifig und floral, hinten raus saftige Nussaromen. 

Fazit: Die Nase ist leider wenig komplex, Gaumen und Abgang wissen sehr zu gefallen. 77/100 Punkten (2014)


Miltonduff 2008-2015, 7 Jahre, 60,3% alc. Abfüller: C&S Dram Collection. Ausbau: Hogshead No. 16

Foto: CS Dram

Nase: Robust im ersten Eindruck, mit leicht würzigem Einschlag und Holzrauch, Birnen und angekohlten Gräsern. Dahinter eine starke Süße: Fruchtgummi, Zuckerwatte und Zitronenbonbons. Zudem finden sich Kakaobutter und Vanillecreme. 

Gaumen: Weiße Schokolade, Kakaobutter und ein leichtes Aroma von Marzipan. Zudem Limettenschaalen, Vanille und geröstetes Malz. Auch etwas bitteres Karamell zeigt sich. 

Abgang: Mittellang bis lang, sehr unrund und stark alkoholisch. Dahinter zeigen sich Zitrusfrüchte, Marzipan und diverse Nüsse.

Fazit: Verkostet habe ich ihn in Fassstärke, die Nase hatte es anfangs dabei etwas schwer. Der Abgang wurde noch einmal heftiger, an dieser Stelle zeigte sich die mangelnde Reife, der Alkohol ist für den Genuss in Fassstärke noch nicht genügend eingebunden. Ein paar Tropfen Wasser empfehlen sich definitiv. 81/100 Punkte (2015). 


Miltonduff 2009-2021, 11 Jahre, 59,7% alc. Abfüller. Alistair Walker Whisky Company (Infrequent Flyers). Ausbau: Nachreifung im PX-Sherry Puncheon 6341

Hintergrundbild: Whiskybase Shop

Nase: Dunkle Schokolade mit Zimt, Nougat und alte trockene Rosinen. Zudem finde ich neben leicht gesalzenen Mandeln auch reife Pflaumen sowie ein blumig/seifiges Aroma, welches ich nicht näher beschreiben kann. Neben dem Zimt kitzelt eine leichte Schwefelnote in der Nase, außerdem muss ich an Rumkuchen denken.

Gaumen: Erst sehr süß und seifig, dann enorm würzig und ordentlich scharf. Zigarrentabak, Zimt und Zedernholz. Dazu sehr viel Eichenholz sowie Pfeffer, Tee, etwas Ingwer und Thymian, außerdem assoziiere ich etwas im Geschmack mit leicht feuchten Streichhölzern.

Abgang: Sehr lang, holzig und würzig. Ingwer und Zimt, Eiche und Tabak, etwas dunkle Schokolade. Der Alkohol sticht hier leider schon stark hervor und ist nicht wirklich gut eingebunden.

Fazit: Wer in tief abgründige Sherrysuppen gucken möchte, hier ist so ein Exemplar. Dem Miltonduff fehlt es noch ein wenig an Reife, manche Aromen wirken aufgesetzt, aber farblich ist er ganz schön anzuschauen. 84/100 Punkte (2022)


 
 
 
 
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